Weibliche Genitalverstümmelung

Weltweit leben mehr als 150 Millionen Frauen und Mädchen, denen die Klitoris oder auch kleine und große Schamlippen abgetrennt wurden. Jedes Jahr werden weitere 2 Millionen Mädchen Opfer dieser fundamentalen Menschenrechtsverletzung, mit deren Folgen sie ein Leben lang psychisch und körperlich belastet sein werden.


In den Ländern Afrikas und Asiens setzen sich heute Initiativen für die Beendigung der menschenverachtenden Praktik ein, indem sie Aufklärungsarbeit leisten und von ihren Regierungen rechtliche Maßnahmen zum Schutze der Mädchen und Frauen fordern. Trotzdem nimmt die Zahl der Verstümmelten weiter zu, emigriert diese "schlechte Tradition" mit den betroffenen Menschen auch in die westlichen Industrienationen. TDF schätzt, dass in Deutschland ca. 8.000 Mädchen/Frauen leben, die eine Genitalverstümmelung bereits erlitten haben oder unmittelbar davon bedroht sind.


Wir fordern deshalb eine klare gesetzliche Regelung und ein explizites Verbot jeglicher Form von Genitalverstümmelung in Deutschland sowie die Einrichtung einer Beratungsstelle, an die sich Betroffene sowie deren Betreuer wenden können. TDF hat in den letzten Jahren Umfragen bei Ärzten und Entwicklungshilfeorganisationen durchgeführt: Trotz der zahlreichen Presseberichte zu diesem Thema weiß kaum ein Mitarbeiter eines medizinischen oder sozialen Dienstes, wie sie/er im konkreten Fall helfen kann. Bitte unterstützen Sie unsere Aufklärungsarbeit (TDF plant u.a. einen Kongress für medizinisches Personal) oder eines unserer Projekte vor Ort durch eine Spende oder durch Ihre Mitarbeit in unserer Städtegruppe.

Female Genital Mutilation

More than 150 million women and girls worldwide have undergone genital mutilation (fgm, circumcision) which means that their clitoris has been amputated in parts or in total, the inner or/and outer labia have been removed and the wounds have been sewn together to leave only a rice corn small hole to urinate. Every year 2 million more girls are victim of this fundamental violation against human rights. They have to suffer their whole life from the physical and psychological harms.

 

Nowadays, there are a number of initiatives in African and Asian countries who work on ending this inhuman practice by education and the claim of legal action to protect women and girls. All the same, the amount of the mutilated women increases. This “bad” tradition immigrates together with the related people to the western industrial nations. TDF estimates about 8000 girls and women in Germany, who have already undergone a genital mutilation or are directly threatened.

 

Therefore we demand a definite legal settlement and an explicit prohibition of any kind of genital mutilation in Germany. We also demand to set up an information centre for the concerned people and persons in charge.

TDF has made polls in the past years interviewing medical doctors and aid and development agencies. Despite the numerous press articles about this topic, hardly no medical or social staff member knows how to assist when they face the problem.

 

So please, support the educational work or one of our local projects by donation or active co-operation in the Munich group.